Ein Jahresrückblick von Poseidon

Ich will mich ganz kurz fassen, sonst liest es ja eh keiner. Dieses Jahr hat sich doch so manches ereignet. Aber am besten ganz von vorne. Im April hat der Papa außen an Pintas Zimmer einen Balkon montiert, den sie aber nie genutzt hat. Im Juli ist die Pinta ja leider gestorben. Jetzt geht aber die Nelli ganz eifrig auf den Balkon, denn sie durfte in Pintas Zimmer einziehen. Ist auch so 'ne ganz Verwöhnte, die Nelli. Die Mama sagt ja immer, die Nelli sei eine ganz Sensible und nehme sich alles sehr zu Herzen. Mit Wotans und meiner anscheinend für Katzenmädels etwas rauen Art käme sie nicht klar. Versteh' ich nicht. Ich komme mit allem und jedem klar. Deshalb hat die Nelli nun ihr eigenes Zimmer mit Balkon bekommen, in das nur sie jederzeit über eine chipgesteuerte Katzenklappe rein und raus kann - ganz nach ihrem Belieben.

Bild: Ein Balkon für Pinta

Katzenbalkon

Im Mai haben wir dann einen Catwalk bekommen, der schlussendlich so aussieht:

Bild: Catwalk
Bild: Catwalk

Am allerliebsten nutzt die Ronja den Catwalk. Das ist schon 'ne richtige Oma mit ihren 18 Jahren. Merkt man ihr aber gar nicht an. Die Ronja zieht dann gleich wochenweise nach oben auf den Katzenlaufsteg - zuletzt für ganze drei Wochen - und kommt dann nur noch zum Wassertrinken und für die kleinen und großen Geschäfte des Tages wieder nach unten auf den Boden der Tatsachen. Das Futter lässt sie sich von der Mama nach oben reichen. Ganz die Prinzessin - sagt der Papa.

Bild: Ronja auf dem Catwalk

Die Mama hat im Laufe des Jahres viele total nette und tolle Katzen beim Catsitting kennengelernt. Nachdem sie dann aber die eine oder andere nicht ganz so schöne Erfahrung mit dem einen oder anderen Dosi sammeln musste, hat die Mama beschlossen, das Angebot ihrer Katzenbetreuung etwas abzuändern. Zweimal täglich betreut sie Katzen nur noch in Ausnahmefällen und auch abends schaut sie, bis 19 Uhr wieder daheim zu sein. Ausnahmen bestätigen die Regel. Außerdem fährt sie nicht mehr so weit weg. Ich bin sehr froh darüber, dass die Mama das alles geändert hat. Denn nun hat sie wieder mehr Zeit für uns.

 

Seit einem Jahr barft sich die Mama was her und ist auch immer wieder am Rechnen von Rezepten. Auch den Papa hat sie mittlerweile eingespannt. Der Wotan, der Henry und ich finden das Essen total lecker. Die anderen vier sind ab und zu etwas mäkelig. Meistens sind es die Mädels. Die tanzen ja sehr gerne aus der Reihe. 

 

Jeden Morgen gibt es außerdem ein Futtertier für jeden von uns. Ronja und auch mein Kumpel Wotan konnten sich bis heute jedoch noch nicht für die Futtertiere begeistern, obwohl unsere Mama eine größere Auswahl daran vorrätig hat und wirklich für jeden etwas dabei sein könnte: Küken, Hamster, Mäuse aller Art und Ratten. Der Philipp hingegen ist so ein richtiger Kükenjunkie geworden. Ohne sein Küken läuft gar nichts. Er lässt sich auch nicht mit einer Maus abspeisen. Jeden früh sitzt er in der Küche und wartet und wartet und wartet. Für ihn eine gefühlte Ewigkeit. Es dauert halt seine Zeit, bis so ein ehemals gefrorenes Küken Zimmertemperatur bekommen hat. Was der Philipp wiederum gar nicht versteht. Der würde das Küken auch gefroren essen - ich übrigens auch. 

 

Allerdings hat es schon eine Zeit - genau genommen fast ein halbes Jahr - gedauert, bis ich verstanden habe, dass man die Küken auch essen kann. Ich habe sehr gerne mit ihnen gespielt und die Hanni hat sie anschließend aufgegessen:

Bild: Poseidon und sein Eintagsküken
Bild: Poseidon und sein Eintagsküken

Jetzt habe ich doch ein wenig mehr erzählt als zuerst gedacht. Euch allen wünsche ich nun ein frohes Weihnachtsfest mit vielen Mäusen unter dem Weihnachtsbaum und eine leise Silvesternacht. Mir ist das ja immer viel zu laut und nicht nur ich, sondern auch meinen kätzischen Mitbewohner, bekommen jedes Jahr schreckliche Angst vor dem Silvesterfeuerwerk. Hoffen wir, dass es dieses Jahr nicht so laut wird.

Bild: Poseidon

 

 

 

 

Euer Poseidon