Trinity:

Geb. 06.05.2016. Lebt seit dem 24.06.2016 bei uns, da sie aufgrund ihrer Blindheit infolge eines Katzenschnupfens hätte eingeschläfert werden sollen.

Bild: Trinity

Es werde Licht

Manch einer von euch erinnert sich vielleicht noch an unsere blinde Trinity, die aufgrund ihres Handicaps im Alter von nur sechs Wochen hätte eingeschläfert werden sollen. Wäre da nicht dieser Tierarzt gewesen, der es nicht über das Herz brachte, der Kleinen ihr noch so junges Leben zu nehmen und stattdessen einen Platz für Trinity gesucht hat. Und so kam sie im Juni letzten Jahres mit knapp sieben Wochen zu uns.

 

Trinity litt an einem massiven Symblepharon beidseits, wie man es i.d.R. nur bei herrenlosen Tieren antrifft. Durch eine Bindehautentzündung, hauptsächlich verursacht durch das feline Herpesvirus 1 und das feline Calicivirus, und der dadurch hervorgerufenen starken Fibrinausschwitzung kann es bei Katzenwelpen zu einem Zusammenwachsen der Bindehaut des Lides und der Bindehaut des Augapfels - einem Symblepharon - kommen. Beide Virenarten sind die häufigsten Auslöser eines Katzenschnupfens. Von ihren Geschwistern war Trinity am schlimmsten von dem Katzenschnupfen, an dem der ganze Wurf erkrankt war, betroffen.

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Trinity - ein Glückskätzchen

Bild: Trinity

Trinity - ein Kätzchen, das im Alter von 6,5 Wochen hätte eingeschläfert werden sollen, weil es blind ist. Blind durch Katzenschnupfen, weil es Menschen gibt, die ihre Katzen nicht kastrieren lassen und sich nicht um sie kümmern. Und weil es Katzen gibt, die sich selbst überlassen werden, unkastriert und krank sind und sich vermehren. Leider. Trinity gehört zu den Katzenkindern solcher unkastrierter kranker Katzenmütter, da es Menschen gibt, die sich keine Gedanken machen, die keine Ahnung haben und denen das Leid der Tiere egal ist. Katzen gibt es wie Sand am Meer. Eine mehr oder weniger, was spielt das für eine Rolle? Und da Trinity blind ist und für den Freigang nicht taugt, haben die Menschen, bei denen Trinitys Mutter Obdach gefunden hat, entschieden, Trinity einschläfern zu lassen. Einfach so. Und das im Alter von 6,5 Wochen. Was nicht passt, wird passend gemacht - oder entsorgt. Ein Leben zählt gar nichts, heute in unserer Gesellschaft. Ein Tierleben sowieso nicht. Tiere haben keine Seele, empfinden nichts.

 

Hätte der Tierarzt nicht Mitleid mit der kleinen Trinity gehabt, ihre Menschen wieder heimgeschickt und nach einem Platz für die kleine Maus gesucht, so wäre sie bereits seit 5,5 Wochen im Katzenhimmel. Doch Trinity ist ein richtiges Glückskätzchen. Nachdem wir erfahren hatten, dass sie eingeschläfert werden sollte, falls sich niemand für sie finden würde, haben wir entschieden, Trinity bei uns aufzunehmen, unabhängig von Krankheit, Rasse und sonstigen Kriterien wie Fellfarbe, Geschlecht usw. Obwohl wir bereits sieben Katzen hatten, darunter u.a. unsere Ronja, die noch immer teilweise zwangsgefüttert werden muss, und keine weiteren Katzen mehr aufnehmen wollten.

 

Im Alter von sieben Wochen ist Trinity dann bei uns eingezogen. Natürlich viel zu klein und zu jung. 700 g wog sie damals. Heute, fünf Wochen später, sind es 1,66 kg. Ihre Mutter war zu diesem Zeitpunkt bereits kastriert worden und gab somit keine bzw. kaum noch Milch. Trinity war die Kleinste und Schwächste im Wurf. Ein Brüderchen und ein Schwesterchen sind jeweils auf einem Auge blind, ein weiteres Schwesterchen ist gesund. Trinity leidet beidseits an einem Symblepharon - einer Verwachsung der Bindehaut mit der Hornhaut. Zumindest beim rechten Auge wird derzeit von einem Auslaufen ausgegangen.

 

Unsere liebe Nachbarin hat Trinitys Schwester, die kleine Maya, die auf einem Auge blind ist, zwei Wochen später zu sich genommen. Auch Maya ist ein Glückskätzchen.

 

Trinity ist so ein lebensbejahendes und tüchtiges Kätzchen, das uns jeden Tag viel Freude bereitet und dem man seine Behinderung überhaupt nicht anmerkt. Als wir sie abholten vor fünf Wochen, saß sie verloren da bei den Leuten, die sie nicht wollten. Daheim bei uns angekommen, hatten wir gleich das Gefühl, dass Trinity spürt, hier ist sie erwünscht und wird geliebt. Sie war sofort neugierig, hat riesengroßen Spaß am Leben und düst die ganze Zeit über durch die Gegend. Macht Luftsprünge und versucht, jede unserer Katzen zum Spielen zu animieren. Trinity ist Lebensfreude pur. Unser Wotan, der Dominanteste in unserer Katzengruppe, hat das kleine Glückskätzchen Trinity mittlerweile adoptiert und verhält sich ihr gegenüber wie eine Katzenmama. 

 

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